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Ein kreativer OMY-Automat steht jetzt am Gare de Lyon, in der Hall 2, in Partnerschaft mit Selecta.
Zwei riesige Augen, weiß und schwarz, auf einem knallblauen Würfel. Darunter ein Lächeln. Das Ganze mitten in der Hall 2 des Gare de Lyon, unter dem Glasdach, zwischen einem Starbucks und einem ganz gewöhnlichen Snackautomaten, schwarz, rechteckig, unsichtbar.
Der Kontrast ist verblüffend. Auf der einen Seite die Maschine, die seit dreißig Jahren niemand mehr beachtet. Auf der anderen eine blaue Figur, die Sie anstarrt, übersät mit Abzeichen: CREATIVE KIT !, CADEAUX, CREATE & GO, ACTIVITÉS À EMPORTER, und an den Seiten kleben Sticker von Paris, Lyon, Marseille.
Hinter der Scheibe keine Dosen und keine Schokoriegel, sondern Ausmalsets, Nagelsticker-Bögen, temporäre Tattoos und Stickertüten, gestapelt wie Süßigkeiten. Seitlich eine Zifferntastatur und diese Einladung in großen Buchstaben: FAITES VOTRE CHOIX !
Die Reisenden bleiben stehen. Koffer in der Hand, Rucksack auf dem Rücken, bauen sie sich vor der Scheibe auf, bis sie verstehen, was sie da vor sich haben. Manche gehen mit einem Stickerbogen davon, noch bevor ihr Gleis angezeigt wird.
Eine Maschine, die Sie ansieht
Eine Bahnhofshalle ist eine visuell überladene und doch erstaunlich einheitliche Umgebung: Bildschirme, Leuchtschilder, Zeitungsläden, Automaten. Alles ist dafür gemacht, durchquert zu werden, ohne wahrgenommen zu werden.
Der OMY-Automat geht mit einem ganz simplen Detail den entgegengesetzten Weg: Er hat ein Gesicht. Zwei große runde Augen oben auf dem Gehäuse, ein Lächeln und ein Blick, der den Reisenden durch die Halle folgt. Der Effekt ist so deutlich, dass die Marke daraus ein eigenes Video gemacht hat: „Krasser Blickkontakt am Gare de Lyon, was mache ich jetzt?“ An einem Automaten geht man vorbei, ohne ihn zu sehen. An einem Gesicht, das einen anstarrt, deutlich schwerer.
Der Rest folgt derselben Logik des bewusst Unerwarteten: das kräftige Blau, die Abzeichen im Comic-Stil, die Städte-Sticker, aufgeklebt wie auf einem alten Koffer. Die Maschine bedient sich bekannter Codes, des vertrauten Formats, der Selbstbedienung, der Zifferntastatur, um etwas zu liefern, das niemand mit diesem Gerät verbindet.
Der Ablauf besteht aus vier Handgriffen: den blauen Automaten in der Hall 2 entdecken, die Aktivität auswählen, die Bestellung bestätigen, das Produkt entnehmen. Keine Warteschlange, keine Kasse, kein Regal zum Durchstöbern. Nur wenige Sekunden liegen zwischen dem Entdecken des Automaten und dem Weitergehen mit der Aktivität in der Hand.

Kidult: Kreativität ist keine Frage des Alters mehr
Ein kreatives Objekt in einem Bahnhof aufzustellen, hätte vor zehn Jahren nicht denselben Sinn gehabt. Inzwischen hat eine tiefgreifende Bewegung die Karten neu gemischt: Erwachsene haben sich das Spielen, das Ausmalen, das Sammeln und alles, was man der Kindheit vorbehalten glaubte, zurückerobert.
Dieses Phänomen hat einen Namen, und im Französischen existieren zwei Schreibweisen nebeneinander: Man spricht von Kidult oder Kidulte, manchmal auch Kiddult geschrieben. Hinter der Verschmelzung von „Kid“ und „Adult“ steckt eine sehr konkrete wirtschaftliche Realität. Laut Analysen des französischen Spielwarenmarkts machten Kidults 2024 29 % des Jahresumsatzes aus, rund 1,3 Milliarden Euro, und 40 % der europäischen Erwachsenen gaben an, 2023 ein Spielzeug für sich selbst gekauft zu haben.
Warum Orte, an denen man nur vorbeikommt
Kidults verstecken sich nicht mehr, aber sie planen auch nicht. Sie stehen morgens nicht auf und sagen sich, dass sie ein Ausmalbild kaufen werden: Sie stolpern darüber, in einem Moment, in dem sie Zeit haben.
Ein Bahnhof ist genau das, eine Zeit im Schwebezustand, in der man kurz von der Produktivität entbunden ist und sich erlaubt, was man sich im Büro nicht erlauben würde. Es ist der beste Ort der Welt, um einer kreativen Marke zu begegnen, vorausgesetzt, sie ist da.
Der Zug, ideales Terrain für die Pause ohne Bildschirm
Der erste Nutzen ist allerdings ganz praktisch. Eine Zugfahrt ist eine lange, unbewegliche Zeit in einem gemeinsamen Raum, in dem man weder rennen noch sich ausbreiten noch Lärm machen kann. Für ein Kind ist diese Kombination anspruchsvoll. Für einen Erwachsenen ist sie schlicht leer.
Es gibt diesen ganz bestimmten Moment auf dem Bahnsteig, in dem man merkt, dass man an alles gedacht hat, nur nicht an das Wesentliche: etwas, das die nächsten drei Stunden füllt. Das Sandwich ist gekauft, die Wasserflaschen auch, aber die Beschäftigungstasche ist auf dem Tisch im Flur geblieben.
Das Handy bleibt die Standardlösung, und sie funktioniert. Aber eine Fahrt, die ganz vor dem Bildschirm verbracht wird, lässt am Ende oft alle müder zurück als am Anfang. Eine handwerkliche Aktivität verändert die Qualität dieser Zeit: Sie beschäftigt die Hände, verlangsamt das Tempo und hängt weder vom Netz noch vom Akku noch vom Ton ab.
Was auf einem Klapptisch im Zug funktioniert
Drei Kriterien machen den Unterschied. Zuerst das Format: Die Aktivität muss auf kleinem Raum Platz finden und sich mit einem Handgriff verstauen lassen, wenn der Zugbegleiter vorbeikommt. Dann die Anzahl der Bestandteile: Je weniger, desto besser, und alles, was Schere, Klebstoff oder Wasser erfordert, landet am Ende auf dem Boden. Schließlich der leichte Wiedereinstieg, denn eine Fahrt ist durch Durchsagen und Halte zerstückelt: Eine gute Reiseaktivität lässt sich mitten im Satz unterbrechen und zehn Minuten später ohne Verlust fortsetzen.
Dieses Raster hat die Auswahl geleitet, die am Gare de Lyon installiert wurde.
Was der OMY-Automat in der Hall 2 bietet
Hinter der Scheibe wurde das Sortiment als kreative Reiseapotheke gedacht. Es umfasst Ausmalsets in den Farben der Reiseziele (France, I Love Paris, Marseille), Nagelsticker-Bögen, temporäre Tattoos und Stickertüten.
Der gemeinsame Nenner: ein Format, das in die Tasche passt, ein Preis für den Notfall und null Vorbereitung. Man öffnet, malt aus, schließt wieder. Das Ziel ist nicht, das komplette Sortiment der Marke nachzubilden, sondern eine verdichtete Version anzubieten, die sofort im Zug nutzbar ist.
Das Prinzip lässt sich ganz gut mit dem Versprechen zusammenfassen, das die Marke in ihren sozialen Netzwerken formuliert hat: fünf Stunden Zugfahrt ab Gare de Lyon wie dreißig Minuten wirken zu lassen.

Ein Projekt, das von vielen Händen getragen wird
Dieser Automat ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den Teams von OMY, Selecta und SNCF Retail & Connexions. Jeder hat seinen Teil beigesteuert: Produktauswahl und Art Direction auf Seiten von OMY, Know-how im Automatenvertrieb auf Seiten von Selecta, genaue Kenntnis der Reisendenströme auf Seiten der SNCF.
Der gemeinsame Anspruch passt in einen Satz: Kreativität überall zugänglich machen, bis in die Orte des Alltags, an denen man nur vorbeikommt.
Eine Strategie, die sich von Halle zu Terminal ausbreitet
Dieser Standort ist kein Testlauf. Er folgt auf eine erste erfolgreiche Präsenz bei Relay Lagardère Travel Retail am Flughafen Paris-Charles de Gaulle, wo die Marke ihre ersten eigenen Displays aufgestellt hat.
Drei Orte, drei Formate, eine Logik: dorthin gehen, wo die Menschen warten, statt darauf zu warten, dass sie kommen. Die Marke möchte weiterhin originelle kreative Erlebnisse ganz nah bei den Reisenden anbieten, und dieses gemeinsame Abenteuer hat gerade erst begonnen.
Aktualisiert am 07/08/2026
